Dortmunder Zahnärzte helfen Kindern in Not - neue Altgold-Sammelaktion startet - Hilfsprojekt für die Frühförderstelle der Lebenshilfe Dortmund.
Dortmund, 10. April 2003. "Mit unseren Altgold-Sammelaktionen wollen wir Dortmunder Kindern in Not helfen und unterschiedliche Projekte unterstützen", erklärt Dr. Uwe vanZwoll, stellvertretender Vorsitzender des Dortmunder Zahnärztevereins. "Alle Patienten sind daher aufgerufen, alte Zahnkronen oder Brücken, aber auch alten Goldschmuck in den Praxen der teilnehmenden Zahnärzte abzugeben. Jedes noch so winzige Stück Altgold ist eine wertvolle Spende", so vanZwoll auf einem Pressetermin anlässlich des Starts der zweiten Sammelaktion, diesmal für die Frühförderstelle der Lebenshilfe Dortmund e.V.. Während einer ersten Aktion für die Schule am Marsbruch in Dortmund- Aplerbeck in der Zeit von Dezember 2002 bis März 2003 wurden insgesamt über fünf Kilo Altgold gesammelt. Mit dem Ergebnis der Einschmelze wird Mitte Mai gerechnet .
An der Altgold-Sammelaktion des Dortmunder Zahnärztevereins beteiligen sich mehr als 100 niedergelassene Zahnärzte im gesamten Stadtgebiet. "Alle teilnehmenden Kollegen stellen in ihren Praxen spezielle Sammelbehälter auf. Nach jeweils einem Vierteljahr erhält die Firma Heraeus Kulzer in Hanau das bis dahin gesammelte Altgold, um es einzuschmelzen. Den Erlös des Goldes spenden wir dann für das jeweilige Hilfsprojekt", erläutert Dr. Joachim Otto vom Vorstand des Dortmunder Zahnärztevereins. Dabei sind die Zahnmediziner vor allem auf die Mithilfe ihrer Patienten angewiesen. Denn sowohl Kronen als auch Brücken sind grundsätzlich Patienteneigentum. "Wenn der Zahnarzt beispielsweise eine Krone vom Zahn entfernt, hat sie keine Funktion mehr und nur noch Altmetallwert. Der Patient lässt sie allerdings in der Regel nicht einschmelzen, da die Kosten für das Einschmelzen einer einzelnen Krone meistens in keinem Verhältnis zum Ertrag stehen.", so Otto weiter.
Die Frühförderstelle der Lebenshilfe Dortmund arbeitet seit zehn Jahren mit Kindern, die durch Verhaltensauffälligkeiten oder auf Grund von vermuteten oder bereits bekannten Behinderungen in ihrer Entwicklung beeinträchtigt sind. Frühförderung ist die frühestmögliche Förderung eines Kindes von der Geburt bis zur Einschulung. Zurzeit betreut ein Team von neun Mitarbeiterinnen etwa 120 Kinder.
Mit dem Erlös der Altgoldsammlung werden zwei konkrete Projekte unterstützt: Für die Neugestaltung eines Raumes zur Förderung im Wahrnehmungsbereich müssen eine ganze Reihe von Materialien beschafft werden wie zum Beispiel ein Kindertrampolin, ein "Schwabbelkissen" zum Erfahren des eigenen Körpers und des Gleichgewichtes, eine Sprossen- und Spiegelwand sowie eine Vielzahl weiterer Spiel- und Therapiegeräte. Darüber hinaus wird der Flurbereich als Wartemöglichkeit für Eltern und Kinder umgestaltet. Hierfür ist ein neuer Bodenbelag erforderlich, der es erlaubt, dass sich die Kinder mit Rollbrettern, Lernfahrzeugen und anderen motorischen Geräten dort bewegen können. Ebenfalls sollen die Wände neu gestaltet und die Buch- und Spielausleihe für Familien mit behinderten Kindern erweitert werden. "Ich finde es großartig, dass wir mit Hilfe des Dortmunder Zahnärztevereins jetzt endlich die schon seit langem geplanten Maßnahmen umsetzen können", freut sich die Leiterin der Frühförderstelle, Franzis Arden.
Der Kontakt zwischen der Frühförderstelle und dem Dortmunder Zahnärzteverein kam durch die Dortmunder Agentur "21stGATE/asp - agentur sozialer partnerschaften" zustande. Sie sucht im Auftrag von gemeinnützigen Organisationen Spender und Förderer, vermittelt und entwickelt tragfähige Sponsoringkonzepte.
Der Dortmunder Zahnärzteverein besteht seit 1999. Zu seinen Zielen zählt die kompetente Patienteninformation, der fachliche Informationsaustausch, gemeinsame Fortbildungsveranstaltungen sowie die Förderung sozialer Einrichtungen. Auf seiner Internet-Seite http://www.dozv.de/ informiert der Zahnärzteverein ausführlich und aktuell über die Altgold-Sammelaktion sowie über alle an der Aktion teilnehmenden Zahnärzte.
Vereinskontakt: Dortmunder Zahnärzte e.V. T 02 31/52 77 79 F 02 31/5 75 92 66
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